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Ralf Witthaus

CIAM Absolvent
IV. Jahrgang 2011

Aktuelle Position:
Freischaffender Künstler

 

“Ich beobachte Sie schon seit drei Tagen. Was machen Sie hier?” – Diese Frage bekommt Ralf Witthaus oft zu hören, wenn er sich mit schwarzem Anzug, Visierhelm und einem lauten Rasentrimmer durch öffentliche Grünflächen arbeitet. Denn spätestens nach drei Tagen ist jedem Vorübergehenden klar, dass es sich bei dem Mann mit dem Rasenmäher und seinem Team wohl kaum um Vertreter des Grünflächenamtes handelt. Witthaus entwickelt seine Projekte direkt für die Orte, die er vorfindet. Er recherchiert die Geschichte, nimmt architektonische Gegebenheiten auf und spielt mit Absurdem und Poetischem. Seit 1998 realisiert der in Köln lebende Künstler Ralf Witthaus seine “Rasen-mäherzeichnungen” in ganz Deutschland: In Köln entstand beispielsweise ein 400 Meter langes Denk-mal über die geplante Stadtautobahn aus den 1960er Jahren, in Leipzig schuf er ein ganzes Richard-Wagner-Festspielhaus im Rasen und in Karlsruhe verwandelte er gar den Schlossturm in eine exakt funktionierende Sonnenuhr. Das bekannteste Werk von Ralf Witthaus ist die Bundesrasenschau aus dem Jahre 2010, ein 7 km langer Weg über den Inneren Grüngürtel von Köln. Ralf Witthaus ist seit 2005 Künstlerischer Leiter des Int. EuroLandArt Festivals, er unterrichtet Zeichnung und Malerei und arbeitet zur Zeit (2011) am Fundraising der Internationalen Rasenschau. Aktuelle Infos: http://www.bundesrasenschau.de

 

Ralf Witthaus über das CIAM

Für jemanden wie mich, ist das CIAM ein großartiger Ort zur Professionalisierung. Alle mitgebrachten Erfahrungen aus den ersten Jahren der künstlerischen und kuratorischen Praxis wurden auf ein neues Niveau gehoben. Die Wahrnehmung aller beruflichen Kontexte ist breiter, tiefer und schärfer geworden. Ich habe mit einigen sehr interessanten Personen zusammen studiert, neue Freundschaften sind daraus entstanden. Freundschaften zu Menschen, die aus allen künstlerischen Gattungen kommen, und die nicht nur die Begeisterung für exzellente künstlerische Ausdrucksweisen teilen, sondern auch ihre Vorstellung von Qualität ambitioniert in die Welt bringen. 


Foto: Harald Neumann